Auf rund 40 Kilometer erstreckt sich die Wachau von Krems bis nach Melk. „Klein“, aber oho! Burgen, Ruinen, Schlösser, Museen, abwechslungsreiche Wanderwege, Restaurants, Heurigen – ein Pot Porree für deine Freizeit. 

Sehr bekannt in der Wachau ist die Ruine Aggstein am rechten Donauufer. Hast du aber auch schon einmal von der Ruine Hinterhaus in Spitz gehört?

Im Überblick

Ruine Hinterhaus in Spitz

Von der Bundesstraße aus wirkt die Ruine viel kleiner, als sie tatsächlich ist. Ich nehme an, dass diese „Täuschungsaktion“ früher wichtig war, um sich vor Eindringlingen zu schützen. Der Standpunkt wurde natürlich auch gut gewählt. Von hier oben hat man einen guten Überblick auf das Donautal, somit erspähte man rechtzeitig unerwünschte Gäste.

Heute allerdings sind Besucher herzlich willkommen, um hier den wunderbaren Ausblick zu genießen und etwas Geschichte zu erahnen.

 

Die Geschichte rund um die Ruine Hinterhaus

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Ruine Hinterhaus im Jahre 1243. Und zwar als Burg in einer Aufzeichnung des Kloster Niederaltaich als „castrum in monte“. Zu dieser Zeit war die Burg Lehenbesitz der Bayrischen Herzöge, die den Besitz als „Afterlehen“ an die Kuenringer weitergaben. Diese wohnten jedoch auch nicht hier und ließen die Herrschaft von Burggrafen verwalten. 
Hinterhaus diente also in erster Linie als Verwaltungsstützpunkt und Kontrolle für das Donautal, da man einen tollen Ausblick sowohl Richtung Süden zur Donau als auch nach Norden hatte. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde die Burg aufgrund der vermehrten Türkeneinfälle ausgebaut. 
 
Heute ist die Ruine Hinterhaus im Besitz der Marktgemeinde Spitz, die sich auch um die Erhaltung dieses Hotspots kümmert.
 
 

Die Sage von Adelheid von Feldsberg

Natürlich gibt es rund um die Ruine Hinterhaus auch eine Sage:
Die erste Gemahlin des Kuenringers Heinrich  starb in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in der Burg Hinterhaus. Entgegen der Sitte, ein Trauerjahr einzuhalten, heiratete Heinrich der Eiserne innerhalb weniger Monate seine zweite Ehefrau. Seit dieser Zeit geht in der Burg bzw. in der Ruine nicht alles mit rechten Dingen zu. Der Geist von Adelheid erscheint (angeblich) seit damals alljährlich in der Todesnacht von Heinrich. Sie ist in weißes Gewand gehüllt und winkt mit der Totenhand. Sie findet wegen der Untreue Heinrichs (damals war die Einhaltung des Trauerjahres ein Muss) keine Ruhe. Man hat sie auch jammernd rufen gehört: „Nit ein Jahr. Nit ein Jahr“.  

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