Der Seekopf am rechten Donauufer ist ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel. Aus 671 Meter Seehöhe hat man von hier, sofern das Wetter mitspielt, einen atemberaubenden Fernblick. 

Seekopf Wandern Wachau Aussichtsturm

Überblick

  • ca. 5 km rauf und runter
  • ca. 480 Höhenmeter
  • Startpunkt Parkplatz Oberkienstock
  • Aufstieg ca. 1 Stunde
  • sehr gut markiert mit rot-weiß-rot und weiß-rot-weiß

Hoch hinauf in der Wachau

Nach fast einem Dreivierteljahr „Wanderabstinenz“ habe ich es am 24. Februar 2021 nach Schwangerschaft und Geburt wieder geschafft eine Wandertour zu machen. Unser Wachau Inside Junior ist mittlerweile 6 Monate und hält es schon ein paar Stunden ohne seine Mama aus.

Es war ein frühlingshafter, warmer Tag und ich fuhr mit dem Auto zum Parkplatz nach Oberkienstock, nachdem unser Junior versorgt war. Das war der Ausgangspunkt für meine Wanderung hinauf zum Seekopf. Schon lange wollte ich da wieder hinauf. Seit Oktober 2020 gibt es dort nämlich einen neuen Aussichtsturm und jetzt war es so weit, den mal anzuschauen.

Gleich beim Parkplatz zeigte mir ein Wegweiser den Einstieg zum Meurersteig und dass es 1 Stunde 20 Minuten bis zum Aussichtsturm dauern soll.

 

Über Stock und Stein

Ich war sehr motiviert und wusste, dass bei dieser Wanderung einige Höhenmeter zu bewältigen sind. Die letzten Monate war ich ja hauptsächlich mit dem Kinderwagen unterwegs und jetzt würde sich zeigen, ob meine Kondition ausreichend ist. Es ging bergauf. Immer. Mal weniger, dann wieder mehr, aber immer bergauf. Ich blieb einige Male stehen, um Fotos zu machen. Diese Pausen brauchte ich auch um durchzuschnaufen. Ja, ich kam doch etwas aus der Puste.

Der Weg nach oben führte über schmale Waldpfade. Steine und Wurzeln ließen mich den Weg immer im Auge behalten – ein Spaziergang war das definitiv nicht! Es war ein kleines Abenteuer und ich fühlte mich auch fast wie in einem Fantasyfilm. Die Felsformationen wirkten gewaltig und friedlich zugleich. Das saftige Moos war ein erfrischender Kontrast zu den kargen, laublosen Bäumen.

Nach 35 Minuten kam ich zu einem Felsvorsprung. Eine gute Gelegenheit hier eine Pause einzulegen und die herrliche Aussicht zu genießen. Für einen Februartag war es sehr warm und ohne Saharastaub hätte es einen ungetrübten Weitblick gegeben. Nachdem ich mich halbwegs satt gesehen hatte, ging es das letzte Stück hinauf. Es war nicht mehr weit. Nach rund 10 Minuten war ich dann schon am Seekopf und vor mir stand der neue Aussichtsturm. Reine Gehzeit hatte ich also nur 45 Minuten, obwohl ich es gemütlich anging.

 

Aussichtsturm Seekopf

15 Meter hoch ist der neue Aussichtsturm und 75 Stiegen trennten mich nur mehr davon über den Baumwipfeln die Aussicht zu genießen. Also rauf! Herrlich ist es da oben und der Ausblick ist gigantisch – sofern es das Wetter erlaubt. Der Turm ist gut besucht. Eine andere Wanderin öffnete ein kleines Fläschchen Sekt – eine wunderbare Idee bei dieser Aussicht etwas Sprudel zu genießen. Ich trank stattdessen ein paar Schluck von meiner Wasserflasche, nahm noch einen tiefen Atemzug (womöglich mit einigen Sandkörnern aus der Sahara) und machte mich auf den Retourweg.

So wie ich gekommen war, ging es den selben Weg wieder hinunter. Auch dafür brauchte ich insgesamt 45 Minuten. Durch die vielen Steine und Wurzeln am Weg war ich doch konzentriert und vorsichtig bergab unterwegs.

 

Fazit

Es gibt ja mehrere Möglichkeiten zum Seekopf zu gelangen. Was soll man zu dieser Etappe sagen? Es geht rauf und, wenn man möchte, denselben Weg wieder hinunter. Es ist der direkteste Weg und innerhalb weniger Kilometer hat man ein paar hundert Höhenmeter zu überwinden. Der Ausflug rauf auf den Seekopf zahlt sich auf jeden Fall aus und wir werden hoffentlich bald die anderen Wanderrouten hier vorstellen.

Seekopf Wachau wandern

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