Da stand ich nun in Aggsbach Markt nach der 6. Etappe von Maria Laach mit rund 7 Kilometer. Es war 14 Uhr und ich wollte diesen sonnigen Tag noch auskosten. Würde ich es bis Emmersdorf schaffen, bevor es dunkel wird? 15 km hatte ich vor mir. Die Motivation war groß, also nahm ich die Beine in die Hand und marschierte weiter.

Überblick

  • Rund 15 km mit 650 Höhenmeter
  • 2 Stunden 40 Minuten zeigte meine App an
  • empfehlenswert ist der Abstecher zum Fensterfelsen

 

Wandern mit einigen Höhenmeter

15 km in 3 Stunden bevor sich das Tageslicht verabschiedet? Das sollte zu schaffen sein. Aufgewärmt von der letzten Etappe ging ich der Sonne entgegen raus aus Aggsbach Markt. Nach wenigen Minuten ging es bergauf und damit bekam ich einen herrlichen Ausblick auf die Donau. Lange Zeit zum Durchschnaufen hatte ich nicht, daher machte ich ein paar Fotos und ich setzte meine Wanderung fort.

Die Abwechslung bei diesen Wanderungen genieße ich sehr. Mal rauf, dann runter, Wald- und Feldwege, … Eine halbe Stunde war ich nun unterwegs und im Wald „Kreuzung Edelbergrunde“ verriet mir der Wegweiser einen Umweg zum Fensterfelsen. Fensterfelsen? Und 5 Minuten würde ich dafür brauchen? Das war auf jeden Fall drinnen und ich bog vom Welterbesteig in die andere Richtung ab.

Ein kleiner Umweg

Der Weg zum Fensterfelsen war gut markiert und die 5 Minuten waren ehrlich angegeben. Es ging wieder ziemlich hinauf, aber der Anstieg lohnte sich. Ein imposanter Felsen offenbarte sich auf dem Hügel und bald verstand ich, warum dieser Gesteinsbrocken „Fensterfelsen“ genannt wird. Inmitten dieses Kolosses ist ein Loch, durch das du einen wunderschönen Ausblick hast. Wenn du also Zeit bei deiner Wanderung hast, dann mache diesen Umweg! Es zahlt sich aus!

Ich hielt die Zeit im Auge und war dann auch bald schon wieder Richtung Emmersdorf am Welterbesteig unterwegs. Ich beobachtete die Sonne, wie sie sich immer mehr vom Tag verabschiedete. Ein Blick auf die Uhr. Uff – ob sich das noch ausgeht? Stückweise legte ich dann den Laufschritt ein – überhaupt bergab ;)

Kurz vor 16 Uhr dämmerte es schön langsam und meine Schritte wurden immer schneller. Denn wenn ich eines nicht wollte, war es im Dunklen herumzuirren. Die Sonne machte sich auch immer mehr rar und die Temperaturen fielen spürbar.

Ich dachte, ich hätte das Gröbste an Höhenmetern schon überstanden, aber dann kam noch der „Briefträgersteig“. Puh – in dieser Gegend dürften die Briefträger ziemlich fit sein :D

Es wurde immer düsterer und ich hatte Mühe die Markierungen vom Welterbesteig zu erkennen. Zum Glück sah ich kurz darauf von der Ferne die Wehrkirche Heiliger Nikolaus. Endspurt. Die Uhr zeigte ein paar Minuten vor 17 Uhr an, als ich mein Ziel erreichte und mein Mann, der Wachau Insider, im Auto mit warmem Tee, trockener Kleidung und einer Wärmflasche auf mich wartete.

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