Weingut_Högl_Wachau_Spitzer_Graben_Top_Weine
Du fährst von Spitz in den sogenannten „Spitzer Graben“, vorbei an unzähligen Winzerbetrieben und Weingärten, die in diesem Tal steil bergauf ragen. Nach wenigen Minuten bist du im äußersten Westen der Wachau angekommen. Genauer genommen in Vießling – und dort befindet sich auch der Betrieb von Josef und Georg Högl, ein unschlagbares Vater-Sohn-Gespann.

Wenn du mit den beiden äußerst sympathischen Wachauern sprichst und dir ihre Philosophie anhörst, dann wirst du sofort merken, dass Wein durch ihre Adern fließt. Sie bewirtschaften rund 10 Hektar im Weltkulturerbe Wachau. Im Spitzer Graben sind es die berühmten Lagen Schön und Bruck. Aus erstgenannter Riede kommen die besten Grünen Veltliner. In der Ried Bruck wird auf Riesling gesetzt. Weine aus diesen beiden Lagen werden Jahr für Jahr mit nationalen und internationalen Preisen überhäuft – und das vollkommen zu Recht.

Die Bezeichnung „Alte Parzelle“ auf den Etiketten weist darauf hin, dass diese Weingärten teils 50 Jahre und älter sind. Und in vielen davon wird sich und kann sich niemals ein Traktor verirren – Handarbeit ist hier die Devise.

Doch nicht nur im Spitzer Graben bewirtschaften die Högls ihre Weingärten. Auch entlang der Donau, wie am legendären 1000-Eimerberg oder in Loiben, am anderen Ende der Wachau, befinden sich Weingärten der Familie.

Ausgezeichnete Architektur des Weinguts im Spitzer Graben

Im Jahre 2016 wurde der große Zubau am Weingut mit dem Österreichischen Staatspreis für Architektur und dem Niederösterreichischen Holzbaupreis ausgezeichnet. Das Gebäude ist wirklich ein Statement. Perfekt eingegliedert in die Landschaft ergibt sich von beiden Verkostungsräumen aus ein herrlicher Blick auf die Weingärten rund um den Betrieb.

Kreativer Winzer

Neben dem traditionellen Weinbaubetrieb ist es Georg wichtig, sich kreativ auszuleben und Neues zu versuchen. Eines dieser Beispiele ist der Wein mit dem klingenden Namen „Freigeist“. Für dieses besondere Tropferl hat Georg seine Trauben gerebelt und leicht angequetscht und sie mitsamt der Schalen spontan vergoren. Während der Zeit auf der Maische hat er den Traubenhut immer wieder untergestoßen, um so eine intensive Extraktion der Inhaltsstoffe zu erreichen. Nach 35 Tagen auf der Maische wurde dieser sanft abgepresst und der Wein in 500 Liter Fässern aus Eiche auf der Vollhefe ausgebaut. Zehn Monate später wurde der Freigeist ungefiltert und mit einer mikroskopischen Schwefelbeigabe gefüllt. Die Idee hinter diesem Wein ist, im Keller möglichst wenig einzugreifen – ein wenig wie früher zu vinifizieren, als den Weinbauern nicht all die modernen Mittel zur Verfügung standen. Ein wirklich gelungener Wein, meinen Respekt dafür.

Dieses Weingut ist eine der besten Adressen in der Wachau. Es zahlt sich aus, die Högls zu besuchen und ihre herrlichen Weine zu genießen.

Im Überblick

  • Weingut im Spitzer Graben
  • einer der TOP-Winzer der Wachau
  • 10 Hektar
  • großteils Handarbeit
  • Weingärten sind teils 50 Jahre und älter
  • Hauptsorten sind Grüner Veltliner und Riesling
  • Sortenvielfalt mit Muskateller, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Frühroter Veltliner
  • Österreichischer Staatspreis für Architektur
  • Niederösterreichischer Holzbaupreis für den Winzerbetrieb

Insider-Tipp

Verbinde deinen nächsten Aufenthalt in der Wachau mit einem Besuch im Weingut und hol dir die ausgezeichneten Weine der beiden für den Genuss zu Hause. Bitte um telefonische Voranmeldung.

Weingut Högl
Vießling 31
3620 Spitz an der Donau
Österreich

Pin It on Pinterest